Büchners Leonce und Lena für die Generation Popmusik
Mit Pop und Puppen katapultiert Bridge Markland Büchners einzige Komödie als Ein-Frau-Playback-Theater ins 21. Jahrhundert. Kraftwerk, David Bowie, Die Ärzte und andere Popgrößen, befeuern die Satire.
Prinz Leonce soll König werden. Davor steht die arrangierte Heirat mit Prinzessin Lena, wovor es beiden graut. Sie fliehen, treffen und verlieben sich. Zurückgekehrt persiflieren sie die Hochzeits-Inszenierung. "Leider geil" (Deichkind).
Auf der Bühne: Bridge Markland und Puppen. Die Berliner Performerin ist eine Virtuosin des Rollenspiels und der Verwandlung. Mit Leichtigkeit überschreitet sie die Grenzen zwischen Tanz, Theater, Performance, Cabaret und Puppentheater.
Mit kauzigen Handpuppen im Liebesrausch setzt Bridge Markland ihre so liebevollen wie eigenwilligen Klassiker-Annäherungen fort.…
Die Persiflage auf das weltentrückte Leben der Mächtigen und Reichen ist eine Steilvorlage für die pointierte Ein-Frau-plus-Puppen-Vollplayback-Show von Bridge Markland.
Berliner Morgenpost, Ulrike Borowczyk, 9.9.2014
Perhaps, vielleicht, peut-être“, nein, ganz bestimmt passt Büchners Leonce zu Marklands Lena
der Freitag + livekritik.de, Jamal Tuschick, 12.9.2014
Gehen Sie ruhig hin und schleppen Sie gegebenenfalls Ihren klassikresistenten Nachwuchs oder ungebildete Menschen wie mich mit – Sie haben alle was davon.
Frau Indica, Ute Schirmack, 13.9.2014
Miniatur-Musiktheater: leonce + lena in the box...
was die Figuren umtreibt, lässt sich direkt in Popsongs gießen: Melancholie und Lebensunlust bei Leonce (sehr schön hier Ideals alter Hit „Melancholie in der Südsee“). Oder die Arbeitsverweigerungsethik von Diener Valerio – prägnant mit dem Pink-Martini-Song „Je ne veux pas travailler“ („Ich will nicht arbeiten“) illustriert.
zitty, Tom Mustroph, 18.9.2014
Das Grandiose kann so klein und unscheinbar sein ... was Bridge Markland mit ihrer Interpretation (Regie: Bridge Markland + Heike Gäßler) gelingt, ist vor allem das Thema Langeweile brillant durchzuspielen. ... Marklands Trick besteht gerade darin, durch die Musikschnipsel die Texte zu verstärken. Das hört sich in der fertigen Produktion prima leicht und witzig an, immer wieder blitzen kleine Erinnerungen des Musikgedächtnisses auf und arbeiten an der Interpretation des Theatertextes mit.
Night Out @ Berlin, Dr. Torsten Flüh, 19.9.2014
ein umwerfendes kreativ-konzept, der büchner 2014! ...
die romantischen texte von büchner sind ein genuss, die songfetzen sind der erfrischende zeitgeist, die fantasievollen püppis der schuss gaga
livekritik.de, Frollainwunder, 13.10.2014